Der Persische Leopard ist eine der am stärksten gefährdeten Großkatzen weltweit. Der Allwetterzoo Münster ist einer der wenigen Zoos in Deutschland, der die beeindruckenden Katzen hält. Eine von ihnen war die Leopardenkatze Bara.

Foto: Arlinghaus

Leoparden sind exzellente Kletterer. Hoch oben fühlen sie sich besonders wohl und nutzen Bäume und Plattformen als Rückzugsort oder Aussichtspunkt. Auch Bara liebte das Klettern und Springen, doch beides fiel ihr zuletzt immer schwerer. „Mit Schmerzmitteln konnten wir die altersbedingten Probleme eine Weile gut behandeln, doch in den vergangenen Wochen wurde ihr Gesamtzustand trotz der Medikamente immer schlechter und sie hat weiter abgebaut“, sagt Zootierärztin Johanna Reuken.

Besonders die Tierpflege hat Bara in den vergangenen Wochen sehr engmaschig beobachtet. „Sie hat sich immer häufiger zurückgezogen und einen ruhigen Platz im Innenbereich der Anlage gesucht“, sagt Tierpflegerin und stellvertretende Bereichsleiterin Marijke Jakatt. „Uns war klar: Wenn Bara solch ein Verhalten zeigt, fühlt sie sich wirklich nicht gut.“

Den Besucher*innen im Allwetterzoo dürften zuletzt vor allem die Veränderungen an Baras Augen aufgefallen sein. Bereits im November 2024 wurden unter Narkose Proben genommen und gutartige Wucherungen der Bindehäute festgestellt. Trotz Medikation verschlechterte sich der Zustand hier zusehends.

„Bara hat kein vermehrtes Augenreiben oder Blinzeln gezeigt und wir konnten auch keine Sichteinschränkung feststellen, die nicht altersbedingt zu erklären war. Deswegen waren die Wucherungen allein für uns bislang kein Grund für eine Einschläferung“, sagt Reuken. „Ausschlaggebend war schlussendlich, dass sich ihr Gesamtzustand immer weiter verschlechtert hat und wir ihr über Medikamente keine Erleichterung mehr verschaffen konnten. Gemeinsam mit der Tierpflege und der Kuration haben wir deswegen entschieden sie gehen zu lassen.“