Im Alter von acht bis zehn Jahren, wenn sie geschlechtsreif werden, verlassen die Weibchen ihre Mutter und die dazugehörige Gruppe. Dieses Verhalten beugt in der Natur Inzest vor. Denn in Gorilla-Gruppen gibt es immer nur ein dominantes Männchen, den sogenannten Silberrücken, der sich fortpflanzt.

Wenn Tara sich gut eingelebt hat, wird sie – so die Hoffnung – zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Westlichen Flachlandgorillas beitragen. Gorillas sind die größten Menschenaffen der Welt. Sie leben in der Natur ausschließlich in den Regenwäldern Zentral- und Westafrikas. Die größten Bedrohungen für die Menschenaffen stellen heutzutage Wilderei, Lebensraumverlust, Krankheiten und die Folgen des Klimawandels dar. Nach Schätzungen der Umweltorganisation WWF Deutschland werden bis zum Jahr 2030 mehr als 90 Prozent des heute noch vorhandenen Gorilla-Lebensraums zerstört sein.